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Sep 3 10

Bavaria Blau – Mein Lieblingsgeschirr

by admin

Liebe Fans von Porzellan und Geschirr. Heute möchte ich Euch mit dem Beitrag von Iris Geominy beglücken. Sie ist große Anhängerin von Bavaria Blau, dem feinen, und filigran verzierten Tafelporzellan aus Bayern – Naja, sie war es, aber sie erzählt uns, wie auch beim Porzellan die Liebe dort hinfällt, wo sie eben hinfällt. Viel Spaß bei Lesen:

Im Allgemeinen wird uns Frauen ja immer ein Schuhtick attestiert – bei mir war das aber mit meiner ersten „großen Liebe“ etwas anders.

Wir alle wissen, dass sich unsere Neigungen und unser Geschmack mit den Jahren oft extrem verändern, so auch bei mir Ende der 70ger Jahre. War es vorher noch braunes Keramikgeschirr mit gelben dicken Knöpfen auf den Kannen, passend zu den bunten Tapeten und den Kiefernmöbeln, so änderte sich mein Geschmack grundlegend durch neue Lebensumstände.

Ist es wirklich so, dass Menschen bei Trennungen ihren Haarschnitt oder ihre moralische Gesinnung ändern? Ich schnitt mir die Haare raspelkurz, verkaufte meine spießigen Möbel und rannte von nun an von einem Trödler zum nächsten. Zu alten Möbeln passt natürlich auch nur altes Geschirr, dabei fiel mein Blick auf Bavaria Blau. Das war der „Beginn einer großen Leidenschaft“.

Ich stöberte überall, natürlich interessiert mich nur als alte Geschirr und es ist erstaunlich, wie viel Geld so etwas kostet. Da ich nicht über solche Mittel verfügte, wünschte ich mir halt immer mal wieder was zum Geburtstag oder zu Weihnachten.

Ich erinnere mich gern an die Kaffeestunden mit der gesamten Familie, (damals lebten noch alle Eltern) alles in blau weiß, sogar die Deckchen. Jetzt kann man sagen: „Oh wie schaurig“, habe ich aber damals nicht so empfunden, war ja im Blaurausch.

Vor ca. 7 Jahren, man kann es schon ahnen, veränderten sich meine Lebensumstände wieder. – Nein, nicht mein Mann wurde entsorgt, sondern wir zogen in ein anderes Haus.

Plötzlich wurden unsere Möbel jünger, so wie wir immer älter werden! Erstaunlich!

Sep 2 10

Porzellan, Keramik, Geschirr – Das lieben wir!

by admin

Porzellan wird auch weißes Gold genannt. Es ist ein Material für Geschirr, Figuren und anderen Produkten. Bestehend aus einigen Spurenelementen zeigen sich in dem Porzellan drei wesentliche Bestandteile. Diese sind Kaolin, Feldspat und Quarz. Je nach Mengenverhältnisse unterscheidet man zwischen dem Hartporzellan und dem Weichporzellan. Die Anteile von den drei Spurenelementen stehen in den typischen Massen bei Hartporzellan etwa in einem Verhältnis von 50/25/25. Beim Weichporzellan hingegen ist das Verhältnis in 30/30/40 zu deuten. Dabei sind weitere verschiedene Porzellanarten zu finden, die je nach Herkunft unterschiedlich sind. Das genau Mischungsverhältnis spielt hierbei eine wichtige Rolle, wird von den meisten Herstellern geheim gehalten.

Die Herstellung von Porzellan, Geschirr und Keramik ist bis in das Kaiserreich China im Jahre 620 zurück zu verfolgen. Die Methoden und Herstellungsmaterialien wurden in diesem Bereich lange geheim gehalten. Das Chinesische Porzellan hat Kaolin und Petuntse als Grundmaterial. Verwendbar für Geschirr und Keramik. Beim direkten Brennprozess verbinden sich die weißen, harten und glatten Materialien. Daher gelang es den Europäern zunächst nicht, diese Qualität beizubehalten. Bis zum Jahre 1710 hat es gedauert, bis die Herstellung von Porzellan auch in Europa erstellt werden konnte.

Je nachdem welche Produkte hergestellt werden sollen, wird ein ganz bestimmtes Mischverhältnis benötigt. Die vorbereitete Porzellanmasse ist somit kompakt und schmiegsam. Für die modernen Trockenpressen müssen die Porzellane als eine flüssige Masse verarbeitet werden. Das Granulat besitzt eine bestimmte Korngröße und eine gewisse Feuchte. Um diese Masse zu Verarbeiten wird sie gezielt geformt und in eine beliebige Form gegossen. Diese soll die Außenform des Werkstückes bestimmen. Die Formen können aus Einzelteilen bestehen und viele Teilungsebenen besitzen. Je nach den wie kompliziert der Umgang mit dem Baustück ist. Die Formen sind meistens aus Gips, so dass die Masse nach dem Brennen leicht heraus gelöst werden kann. Nach dem Brennvorgang werden die Porzellanprodukte direkt aus der Form geholt. Somit kann die Masse atmen und das fertige Porzellan ist fertig.

Porzellanhersteller besitzen meistens Fabriken, in denen sie das Keramik oder Geschirr herstellen. Oftmals werden hier verschiedene Varianten gefunden, wie die Masse erstellt werden soll. Bekannte Porzellanhersteller sind Seltmann, Arzberg und Retsch. Diese Hersteller zeigen seit einigen Jahren ihr Können und stellen die skurrilsten Figuren und Formen her. Geschirr und Keramik ist bei der Herstellung mit inbegriffen.